Diese Dokumentation richtet sich an LCA-Softwareanbieter, die die eLCA Circularity Method in ihre Software integrieren möchten. Die eLCA Circularity Method ist eine Erweiterung der eLCA-Software, die es ermöglicht, die Kreislauffähigkeit von Gebäuden gemäß dem BNB-Steckbrief U.05 "Kreislauffähigkeit" zu berechnen.
Die Dokumentation geht dabei insbesondere ein auf:
- den Kontext, insbesondere die existierende Ökobaudat-API/Datenquelle
- die neu entwickelte tBaustoff-API, welche vorhandenen Materialien aus Ökobaudat zusätzliche eOL-relevante Metriken zuordnet und damit die Berechnung des Kreislaufpotentials ermöglicht
- die Berechnungsmethodik bzw. allgemeine Implementierungshinweise
- Was: Verbindliche Standards, Begriffe und Bewertungsgrenzen.
- Warum: Compliance sicherstellen und gemeinsame Sprache nutzen.
Der Steckbrief grenzt den Bewertungsumfang klar ab: Nur Baukonstruktion (KG 300) wird bewertet. Gebäudetechnik (KG 400) und Außenanlagen gehören nicht zum Scope. Zusätzlich regeln Cut‑off‑Prinzipien, welche Schichten/Mengen erfasst werden müssen.
- KG (Kostengruppe) nach DIN 276: Standard zur Kostengliederung im Bauwesen; „KG 300“ = Baukonstruktion, „KG 400“ = Technische Gebäudeausrüstung.
- Cut‑off: Praktische Erfassungsgrenze; es werden nur solche Anteile erfasst, die für die Bewertung relevant sind.
- Separierbare Materialschichten: Schichten, die im Rückbau gezielt getrennt und ohne Vermischung erfasst werden können.
- Unverbaut vs. Verbaut:
- Unverbaut = Materialbewertung im Ausgangszustand (Referenz) auf Basis von Real/Potential + tf → Total
- Verbaut = projektspezifische Bewertung im eingebauten Zustand, basiert auf Unverbaut‑Punkten und wird durch Störstoffklassen (S1–S3 Abzüge; S4 mit Specific‑Szenario) angepasst (Details in Kapitel 3).
- EoL‑Szenario vs. EoL‑Kategorie:
- EoL‑Szenario = codierte Behandlung am Lebensende (z. B. WV, CL+, RC−) → liefert Punkte/Klasse
- EoL‑Kategorie = tBaustoff‑Datenobjekt für Unverbaut mit {real, potential, technologyFactor}, das die Referenzszenarien und tf bündelt (Details in Kapitel 3).
- Technologiefaktor (tf): Gewicht 0.0–1.0 zur Mischung von Real und Potential im Unverbaut‑Pfad → Total. Mehr dazu in Kapitel 3.
- EoL‑Punkte und EoL‑Klasse: Punkte werden aus Szenarien abgeleitet; Klassen (A–J) aus Punkteschwellen. Mehr dazu in 3.x Referenztabellen.
- Störstoffklassen (S0–S4): Projektbezogene Kompatibilitätsklassen; S1–S3 führen zu Abzügen, S4 erfordert Specific‑Szenario. Mehr dazu in „Kreislaufpotential Verbaut“.
- Volumen‑gewichtete Aggregation: Mittelwert, gewichtet nach Schichtvolumen, zur Bauteil/Gebäude‑Ebene. Mehr dazu unter „Formeln“.
- BNB‑Punkte / Interpolation: Lineare Abbildung fachlicher Werte auf 0–25 (Rückbaubarkeit) bzw. 0–50 (Kreislaufpotential). Mehr dazu unter „Formeln“.
- UUIDs (ÖKOBAUDAT): Material‑UUID und Versions‑UUID/Release identifizieren Datensätze eindeutig. Nutzung im API‑Kapitel.
- Einschluss (DIN 276 KG (Kostengruppe) 300): Alle Bauteile und Schichten der Baukonstruktion.
- Ausschluss: KG 400 (Technische Gebäudeausrüstung) sowie Außenanlagen.
- Bestand/Refurbishment: Bestandsmaterialien inventarisieren; bewertet werden nur neu eingebrachte Materialien.
- Alle Schichten erfassen, die im Rückbau als separierbare Materialschichten getrennt anfallen.
- Beschichtungen und Befestiger: nicht mengenrelevant erfassen; bei S‑Klassen (Kompatibilität) berücksichtigen.
- Mengenbasis: konsistente Volumen‑/Massedaten je Schicht; Aggregation auf Bauteil/Gebäude volumen‑gewichtet.
In der eLCA Circularity Method werden drei eigenständige High‑Level‑Metriken bewertet. Jede Metrik hat klar abgegrenzte Eingaben, eine normkonforme Berechnungslogik und einen definierten Output (BNB‑Punkte). Die Details folgen in den jeweiligen Kapiteln.
| Metrik | Max‑Punkte | Eingaben | Datenabhängigkeit | Aggregation | Output | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückbaubarkeit (U.05.1) | 25 | Klasse I–IV (Nutzerinput) | Keine | Volumen‑gewichtet; Interpolation 7.5–45 → 0–25 | BNB‑Punkte 0–25 | Feste Punkte je Material; BNB‑Interpolation erst auf Gebäudeebene. |
| Kreislaufpotential (U.05.2) | 50 | Unverbaut: Real/Potential + tf; Verbaut: Specific/S1–S4 | ÖKOBAUDAT + tBaustoff‑Mapping‑API | Volumen‑gewichtet; 20–60 → 0–50 | BNB‑Punkte 0–50 | Unverbaut Total = tf‑Gewichtung; Verbaut: S1–S3 Abzüge, S4 erfordert Specific‑Szenario; „verbaut“ meist maßgeblich. |
| Kreislaufinventar (U.05.3) | 0/25 | CSV‑Vollständigkeit | Keine | Keine Mittelung (Alles‑oder‑Nichts) | 0 oder 25 | Erfordert vollständigen, maschinenlesbaren CSV‑Nachweis; unabhängig von EoL‑Berechnungen. |
Hinweise:
- Die drei Metriken werden nicht zu einem einzelnen Gesamt-„Zirukaritäts-Index“ aggregiert; es werden separate BNB‑Punkte ausgewiesen.
- In der Praxis gilt häufig das Kreislaufpotential „verbaut“ als maßgeblicher Projektwert, „unverbaut“ dient als Referenz.
- Aggregation über Materialien/Schichten erfolgt volumen‑gewichtet; das Inventar ist davon ausgenommen (0/25).
- Alle finalen BNB‑Punktwerte werden auf ganze Punkte gerundet (kaufmännische Rundung):
- Rückbaubarkeit: 0–25 Punkte
- Kreislaufpotential: 0–50 Punkte
- Schwellenlogik gilt strikt: Werte ≤ Mindestschwelle → 0; Werte ≥ Höchstschwelle → Maximalpunkte.
- Reihenfolge: volumen‑gewichtete Aggregation → Interpolation → Rundung.
Zweck: Diese Gleichungen fassen die normrelevanten Rechenbausteine zusammen, die in beiden Metriken verwendet werden (Aggregation, tf‑Gewichtung, BNB‑Interpolation). Sie sind sprach‑ und framework‑unabhängig und dienen als Referenz für Implementierung, Tests und QS.
Wann anwenden:
- U.05.1 Rückbaubarkeit: nach volumen‑gewichteter Aggregation der Klassenpunkte je Schicht.
- U.05.2 Kreislaufpotential: unverbaut (tf‑Gewichtung von real/potential) und verbaut (nach S‑Klassen‑Logik bzw. Specific bei S4), jeweils vor der BNB‑Interpolation.
Was ist BNB‑Interpolation?
- Zweck: Fachliche Material‑/Schichtwerte (z. B. Rückbau‑ oder Zirkularitätswerte) werden auf die BNB‑Punkteskala normiert.
- Von → Nach: Ein kontinuierlicher Wert X innerhalb definierter Grenzwerte min und max wird linear auf den Bereich 0 bis max abgebildet; unterhalb/oberhalb wird auf 0 bzw. max geschnitten und anschließend gerundet.
- Nutzen: Vergleichbarkeit und einheitliche Bewertung über Projekte/Materialien hinweg.
Was bedeutet Aggregation (volumen‑gewichtet)?
- Zweck: Schicht‑Ergebnisse zu Bauteil‑/Gebäude‑Ergebnissen zusammenführen proportional zu ihrem mengenmäßigen Anteil.
- Vorgehen: Jedes Schichtergebnis wird mit seinem Volumen gewichtet; die Summe wird durch das Gesamtvolumen geteilt. Schichten ohne Volumen werden ausgeschlossen.
- Nutzen: Stärker vertretene Schichten prägen das Gesamtresultat stärker als marginale Anteile.
Reihenfolge: Aggregation → Interpolation → Rundung (ganzzahlig)
- Rückbaubarkeit:
- X_min = 7.5
- X_max = 45
- P_max = 25
- Kreislaufpotential:
- X_min = 20
- X_max = 60
- P_max = 50
Das folgende Diagramm soll bereits einen groben Überblick über die involvierten Metrik-Berechnungen und insbesondere der einbezogenen tBaustoff-API und der Ökobaudat-API/Datenquelle geben.
sequenceDiagram
participant User as Architekt/Bauherr
participant Vendor as LCA Software
participant OebdAPI as ÖKOBAUDAT API
participant TbAPI as tBaustoff API
Note over User,TbAPI: Gebäudeplanung – Kreislauffähigkeits‑Bewertung
%% 1. User wählt Material
User->>Vendor: Wählt "Beton C25/30" (OBD‑Material)
%% 2. Vendor holt ÖKOBAUDAT‑Referenzen
Vendor->>OebdAPI: GET /oekobaudat/material/{materialUuid}
OebdAPI-->>Vendor: Materialdaten inkl. Versions‑UUID
%% 3. Vendor holt tBaustoff‑Mapping
Vendor->>TbAPI: GET /api/mapping?materialUuid={uuid}&oebdDbVersion={uuid}&tbaustoffVersion={v}
TbAPI-->>Vendor: { real, potential, tf } (EoL‑Unverbaut‑Referenz)
%% 4. User setzt Rückbaubarkeit
User->>Vendor: Klasse I–IV je Schicht
%% 5. Optional: Specific‑Szenario
User->>Vendor: Setzt Specific‑Szenario (z. B. bei S4)
%% 6. Vendor berechnet BNB‑Punkte
Vendor->>Vendor: Rückbaubarkeit (0–25)
Vendor->>Vendor: Kreislaufpotential (0–50)
Vendor->>Vendor: Kreislaufinventar (0/25)
%% 7. Ausgabe
Vendor-->>User: Ergebnisse anzeigen (A–G, Punkte)
Vendor-->>User: CSV‑Export für Inventar
Die Rückbaubarkeit bewertet, wie leicht Bauteilschichten im Rückbau getrennt und wiedergewonnen werden können. Ergebnis sind pro Schicht eine Klasse (I–IV) und feste Punkte, die anschließend volumen‑gewichtet zu einem Bauteil‑ bzw. Gebäude‑Gesamtwert zusammengeführt und auf die BNB‑Punkteskala (0–25) interpoliert werden. Der Indikator basiert auf Nutzerangaben zur Einbau‑/Verbindungsart und benötigt keine tBaustoff‑ oder ÖKOBAUDAT‑API.
- Was: Output (Klasse, Punkte 0–25) je Schicht und als Gesamtwert.
- Warum: Zielgröße für Implementierung und Tests.
- Was: Nutzer wählt Klasse pro Schicht nach Verbindung/Einbauart.
- Warum: Quelle der Bewertung; keine Automatik durch API.
- Was: Feste Punkte je Klasse; volumen‑gewichteter Durchschnitt; Interpolation (7.5–45 → 0–25).
- Warum: Reproduzierbare, normkonforme Berechnung.
| Klasse | Punkte |
|---|---|
| I | 100 |
| II | 75 |
| III | 50 |
| IV | 0 |
- Was: Plausibilitätschecks, Grenzfälle, Beispielrechnungen.
- Warum: Fehlervermeidung und Nachvollziehbarkeit.
- Klasse je Schicht ∈ {I, II, III, IV}
- Volumen je Schicht vorhanden und > 0; sonst ausschließen oder Fehler melden
- Reihenfolge: volumen‑gewichtete Aggregation → Interpolation (7.5–45 → 0–25) → Rundung
- Ergebnisbereich: BNB 0–25 Punkte
- Schichten ohne Volumen (Ignorieren/validieren)
- Alle Schichten Klasse IV → Ergebnis nahe 0 Punkte
- Stark ungleich verteilte Volumina (dominierende Schicht prägt Ergebnis)
- Schicht A: Klasse I → 100 Punkte, Volumen 10 m³
- Schicht B: Klasse III → 50 Punkte, Volumen 5 m³
- RGeb = (100×10 + 50×5) / (10+5) = 1250/15 = 83.3
- Interpolation 7.5–45 → 0–25 ⇒ 25 Punkte (oberhalb X_max)
Das Kreislaufpotential (U.05.2) misst die zirkuläre Qualität von Materialien am Lebensende. Es liefert je Schicht eine EoL‑Klasse und Punkte, die volumen‑gewichtet zu Bauteil‑ und Gebäudeergebnissen zusammengeführt und auf die BNB‑Skala (0–50) abgebildet werden. Es unterscheidet sich klar von Rückbaubarkeit (Demontierbarkeit, feste Klassen I–IV, keine API‑Abhängigkeit) und Kreislaufinventar (reine Vollständigkeitsprüfung, 0/25 Punkte).
Die Metrik hat zwei Ergebnisvarianten: Unverbaut (Referenz) und Verbaut (projektmaßgeblich). Unverbaut basiert auf zwei Referenzszenarien (real/potential) und dem Technologiefaktor (tf). Verbaut berücksichtigt zusätzlich Störstoffklassen (S1–S3) bzw. verlangt bei S4 ein spezifisches Szenario. In der Praxis wird Verbaut typischerweise als maßgeblicher Projektwert verwendet; Unverbaut dient der transparenten Einordnung.
Kreislaufpotential ist die einzige Metrik mit Datenabhängigkeit zur tBaustoff‑API (Szenarien und tf) und zur Identifikation via ÖKOBAUDAT. Details zu Begriffen folgen im nächsten Abschnitt, danach werden die Bestimmungs-Methodiken für die Metriken und die tBaustoff-API erläutert.
Hinweis: Eine Aggregation zu einem Gesamt‑Index ("Zirkularitätsindex") erfolgt nicht; die drei BNB‑Metriken werden separat ausgewiesen.
Die Unterscheidung zwischen verbautem und unverbautem Kreislaufpotential wurde bereits erwähnt. Im folgenden werden noch weitere grundlegende Begriffe erläutert:
- EoL (End‑of‑Life) beschreibt, was mit einem Material am Lebensende geschieht.
- EoL‑Szenarien sind standardisierte Kategorien (z. B. WV, CL±, RC±, SV, EV±, EB, Dep±), die den Kreislaufweg klassifizieren und damit die Grundlage für die Bewertung bilden.
- Die Szenarien werden für ein ÖKOBAUDAT‑Material über die tBaustoff‑API bereitgestellt und weiter unten in Referenztabellen präzisiert.
- „real“ = aktuelles, technologisch heute erreichbares EoL‑Szenario
- „potential“ = erwartetes, zukunftsorientiertes EoL‑Szenario
- Beide Szenarien werden über die tBaustoff‑API geliefert (siehe Abschnitt „3.8 API‑Interaktion“).
- Projektspezifische, vom Nutzer gesetzte Szenarien.
- Geltung in beiden Pfaden: Unverbaut und Verbaut.
- Im Unverbaut‑Pfad überschreibt das Specific‑Szenario den tf‑gewichteten Total‑Wert
- Im Verbaut‑Pfad ersetzt es die abgeleiteten Werte (insb. im S4‑Fall).
- S4 gibt es nur im Verbaut‑Pfad; dort ist ein Specific‑Szenario verpflichtend.
- Das spezifische Szenario muss einem gültigen Szenario‑Code entsprechen und gilt pro Schicht.
- Numerische Bewertung (typischer Bereich −60 … 140) je Szenario.
- Punkte werden zur Klassenbildung verwendet und anschließend auf die BNB‑Skala (0–50) interpoliert.
- Für „Unverbaut – Total“ fließen Real/Potential über den Technologiefaktor in einen gewichteten Punktwert ein.
- Datenobjekt aus der tBaustoff‑API, das die unverbauten Referenzwerte eines Materials bündelt:
real‑Szenario,potential‑Szenario undtechnologyFactor (tf). Dient als unmittelbare Grundlage für die Unverbaut‑Berechnung (tf‑Gewichtung) und wird pro ÖKOBAUDAT‑Material/Version geliefert.
- Skalar 0.0–1.0 zur Gewichtung zwischen „real“ und „potential“ im Unverbaut‑Pfad:
Total = Real × tf + Potential × (1 − tf). Im Verbaut‑Pfad findet tf keine Anwendung, insbesondere nicht bei Specific‑Szenario (S4), wo Punkte direkt aus dem Szenario stammen.
- Ordinale Klasseneinteilung (A–J), die aus den EoL‑Punkten über feste Schwellen abgeleitet wird. Sie dient der verständlichen Darstellung und wird u. a. für Kompatibilitätsabzüge (S1–S4) verwendet. Klasse ≠ Szenario.
Hinweis: Die vollständigen Tabellen für „Szenario → Punkte“ sowie „Punkte → Klasse (A–J)“ finden Sie im Abschnitt Referenztabellen.
Es besteht grob folgende Hierachie: Szenario → Punkte → Klasse → (Interpolation) → BNB‑Punkte.
Unverbaut: Real/Potential → tf‑Gewichtung → Punkte → Klasse.
Verbaut: Punkte aus Unverbaut ± S1–S3‑Abzüge bzw. Specific (S4) → Klasse.
Im nächsten Schritt wenden wir die oben eingeführten Begriffe praktisch an.
Der unbebaute Pfad liefert die Referenzbewertung eines Materials am Lebensende – unabhängig von projektspezifischen Einflüssen (z. B. Störstoffklassen). Er dient als Ausgangsbasis für die spätere, verbaute Bewertung. Zwei Referenzszenarien (real/potential) aus der tBaustoff‑API werden mit dem Technologiefaktor (tf, ebenfalls aus der tBaustoff‑API) zu einem Total‑Punktwert gewichtet. Die erwähnte tBaustoff-API wird in einem anderen Abschnitt weiter unten beschrieben.
real‑Szenario, potential‑Szenario, tf
- Szenarien → Punkte (Lookup)
- tf‑Gewichtung zum Total‑Wert:
Total_Unbuilt = (Real × tf) + (Potential × (1 − tf))
- Punkte → EoL‑Klasse (Schwellen)
- Interpolation 20–60 → 0–50 BNB‑Punkte (nach volumen‑gewichteter Aggregation)
- Beispiel: Real=80, Potential=140, tf=0.7 → Total=(80×0.7)+(140×0.3)=98 Punkte → Klasse C (Schwellenbasiert).
- Interpolation auf BNB (0–50) erfolgt nach Aggregation: ≤20 → 0, ≥60 → 50, dazwischen linear; in der Regel auf ganze Punkte gerundet.
- tf ∈ [0,1]; Szenarien ∈ {WV, CL±, RC±, SV, EV±, EB, Dep±}; Punkte ∈ [−60,140].
- Fehlende/ungültige Werte markieren und für Nutzerkorrektur flaggen.
Zusätzlich zur unverbauten Basis werden Störstoffklassen (S1–S3) als Punktabzüge angewendet; bei S4 ist ein spezifisches Szenario erforderlich (Punkte direkt aus Szenario).
- Was: Klassifikation der Materialverträglichkeit auf Schicht-/Bauteilebene
- S0/S1 = keine/geringe Beeinträchtigung
- S2/S3 = zunehmende Beeinträchtigung (Punktabzüge)
- S4 = schwere Unverträglichkeit (Specific‑Szenario erforderlich)
- Wofür genutzt: Anpassung des Kreislaufpotentials im Pfad „Verbaut“. Bei S1–S3 werden Abzüge auf die Unbuilt‑Punkte angewendet; bei S4 wird ein spezifisches EoL‑Szenario gesetzt (Punkte direkt aus Szenario).
- Beziehung zur Terminologie: „Störstoffklassen“ ist der in diesem Dokument verwendete Begriff. Die Klassen wirken nur im Verbaut‑Pfad; der Unverbaut‑Pfad bleibt unberührt.
- Unbuilt‑Punkte (Total)
- Störstoff‑/Kompatibilitätsklassen (S1–S4)
- optional Specific‑Szenario (nur S4 verpflichtend)
- Wenn S4 vorhanden: Specific‑Szenario verwenden → Punkte direkt aus Szenario (tf ignoriert)
- Sonst (S1–S3): Minus‑Punkte gemäß Tabelle ermitteln (bereichsabhängig von Unbuilt‑Punkten), aufsummieren und mit Unbuilt‑Punkten verrechnen → Built‑Punkte
- Built‑Punkte → EoL‑Klasse (Schwellen)
- Interpolation 20–60 → 0–50 BNB‑Punkte (nach volumen‑gewichteter Aggregation)
- Beispiel (S2/S3)
- Unbuilt=98 Punkte
- S2=−5
- S3=−10
- Gesamtabzug: -5 + (-10) = -15
- Unbuilt - Gesamtabzug = 98 - 15 = 83
- → Built = 83 Punkte
- → Klasse C
- Beispiel (S4)
- Specific=CL+
- → Built = Punkte=100 (tf wird nicht verwendet - Punkte aus CL+ Szenario wird diret übernommen, da S4 vorhanden)
- → Klasse B
- Interpolation auf BNB (0–50) erfolgt nach Aggregation:
- ≤20 → 0
- ≥60 → 50
- dazwischen linear
- in der Regel auf ganze Punkte gerundet
- Bei S4 muss ein gültiger Szenario‑Code gesetzt sein; sonst kein Verbaut‑Ergebnis möglich.
- S1–S3: Minus‑Punkte nur aus gültiger Tabelle und passendem Punktebereich ableiten; mehrere Klassen kumulativ addieren.
- Wenn keine Störstoffklassen vorhanden, kann Built‑Punkte je nach Implementierung leer bleiben (kein Abzug) – in diesem Fall Unbuilt‑Wert für Reporting klar ausweisen.
Zweck: Projektspezifische Kenntnisse (z. B. vertraglich gesicherter Rückbauweg) in die Bewertung überführen.
-
Unverbaut (Referenzweg)
- Optionaler Override: Setzt der Nutzer ein Specific‑Szenario, wird der tf‑gewichtete Total‑Wert ignoriert.
- Wirkung: Punkte =
Szenario→Punkte(Specific); Klasse aus Punkten; tf findet keine Anwendung. - Validierung: Specific muss ein gültiger Szenario‑Code sein (WV, CL±, RC±, SV, EV±, EB, Dep±).
-
Verbaut (projektmaßgeblich)
- Referenzimplementierung: Specific greift ausschließlich, sofern unter den ausgewäuhlten Störstoffen mindestens ein S4‑Fall vorhanden ist (schwere Unverträglichkeit). Dann muss der Nutzer ein Specific-Szenario auswählen und die Punkte direkt aus diesem Specific‑Szenario übernommen; S1–S3‑Abzüge entfallen.
- Ohne S4: Es gelten S1–S3‑Abzüge auf die Unverbaut‑Punkte; ein frei gesetztes Specific wird in der Referenzimplementierung nicht angewendet.
- Validierung: Bei S4 ist ein Specific verpflichtend; sonst ist kein Verbaut‑Ergebnis möglich.
-
Priorität
- Reihenfolge:
- Specific (falls wirksam)
- EoL‑Kategorie (real/potential, tf nur Unverbaut)
- S1–S3‑Abzüge (nur Verbaut, wenn kein S4‑Specific)
- Reihenfolge:
-
Beispiele (kompakt)
- Unverbaut:
- Real = 80
- Potential = 140
- tf = 0.7
- Specific = CL− (80)
- Ergebnis: Unverbaut‑Punkte = 80 (tf ignoriert)
- Verbaut (S4):
- Unverbaut‑Punkte = 98
- Störstoffe enthalten mindestens einmal S4
- Specific = CL+ (100)
- Ergebnis: Verbaut‑Punkte = 100; Klasse B; keine Abzüge
- Unverbaut:
Pro Schicht entstehen so Punkte und Klassen; die Aggregation erfolgt volumen‑gewichtet auf Bauteil‑/Gebäudeebene. In der Praxis gilt „verbaut“ meist als maßgeblicher Projektwert, „unverbaut“ dient als Referenz.
- Wofür sie gebraucht wird: Die tBaustoff‑API stellt für ein gewähltes ÖKOBAUDAT‑Material die unverbauten Referenzwerte bereit – konkret die beiden EoL‑Szenarien (real/potential) und den Technologiefaktor (tf). Auf dieser Basis erfolgt die tf‑Gewichtung zum „Unverbaut – Total“.
- Rolle von ÖKOBAUDAT: Die ÖKOBAUDAT‑Datenbank liefert die verlässliche Material‑Identifikation (Material‑UUID) und die korrekte Datenbasis je Veröffentlichung (Versions‑UUID/Release). Diese beiden Angaben sind der Schlüssel, um das passende tBaustoff‑Mapping abzurufen.
- Identifikatoren:
- Material‑UUID: eindeutiger Schlüssel je Materialdatensatz
- Versions‑UUID/Release: bezeichnet die veröffentlichte Datenbankversion, in der der Datensatz geführt wird
- Verwendung im Ablauf: Das Projekt referenziert Materialien mit (Material‑UUID, Versions‑UUID); diese Kombination dient als Lookup‑Schlüssel für die tBaustoff‑API.
- Versionierung: Bei neuen Releases können Datensätze ergänzt oder angepasst werden. Für ein korrektes Mapping muss stets die tatsächlich verwendete Versions‑UUID übergeben werden.
- HTTP: GET
/api/mapping - Query‑Parameter:
materialUuid(string, required): ÖKOBAUDAT Material‑UUIDoebdDbVersion(string, required): ÖKOBAUDAT Versions‑UUID/ReleasetbaustoffVersion(string, optional): gewünschte tBaustoff‑Datenversion (z. B. "v1.0", "v1.1")
Beispiel:
GET /api/mapping?materialUuid={uuid}&oebdDbVersion={uuid}&tbaustoffVersion=v1.1
Beispiel (curl):
curl -s \
"https://{host}/api/mapping?materialUuid=OBD-UUID&oebdDbVersion=OBD-RELEASE&tbaustoffVersion=v1.1"
Beispiel‑IDs:
- ÖKOBAUDAT Material‑UUID:
f63ac879-fa7d-4f91-813e-e816cbdf1927 - ÖKOBAUDAT Versions‑UUID/Release:
2024-II - tBaustoff‑Datenversion:
v1.1
Beispiel‑Aufruf mit Platzhaltern gefüllt:
curl -s "https://{host}/api/mapping?materialUuid=f63ac879-fa7d-4f91-813e-e816cbdf1927&oebdDbVersion=2024-II&tbaustoffVersion=v1.1"{
"data": {
"eolCategory": {
"real": "WV",
"potential": "CL+",
"technologyFactor": 0.7
}
},
"meta": {
"oekobaudatMaterialUuid": "f63ac879-fa7d-4f91-813e-e816cbdf1927",
"oekobaudatVersionUuid": "2024-II",
"tbaustoffVersion": "v1.1",
"tbaustoffProductUUID": "f63ac879-fa7d-4f91-813e-e816cbdf1927",
"lastModified": <DATE?>
}
}Feldbedeutungen:
data.tbaustoffProductId: interner Schlüssel des zugeordneten tBaustoff‑Produktsdata.eolCategory.real|potential: EoL‑Szenario‑Codes für unverbaut (Lookup → Punkte)data.eolCategory.technologyFactor: Gewichtung zwischen real/potential im unverbauten Pfadmeta.oekobaudatMaterialUuid|oekobaudatVersionUuid: Echo der Anfrage, für Nachvollziehbarkeitmeta.tbaustoffVersion: tatsächlich verwendete tBaustoff‑Datenversion
Kurzkontrakt:
- Required:
materialUuid,oebdDbVersion - Optional:
tbaustoffVersion - Statuscodes:
200(OK),400(Bad Request),404(Not Found)
Typischer Integrationsablauf:
- Materialauswahl in ÖKOBAUDAT (Material‑UUID + Versions‑UUID ermitteln)
- tBaustoff‑Mapping via GET
/api/mappingabrufen - Unverbaut: Szenario→Punkte, tf‑Gewichtung → Total; Verbaut: S1–S3‑Abzüge bzw. S4‑Specific
- Aggregation (volumen‑gewichtet) → BNB‑Punkte reporten
400 Bad Request: fehlende/ungültige Parameter (UUID‑Format, unbekannte Version)404 Not Found: kein Mapping für (materialUuid, oebdDbVersion)5xx: Serverfehler
In der Praxis gibt es zwei typische Situationen, in denen eine manuelle Auswahl bzw. ein Override sinnvoll oder notwendig ist. Ziel ist, die Berechnungsgrundlage (EoL‑Szenarien „real/potential“ und tf) belastbar bereitzustellen – auch dann, wenn das automatische Mapping nicht greift oder fachlich übersteuert werden soll.
-
Kein automatisches Mapping (HTTP 404)
- Wann: Für die Kombination (materialUuid, oebdDbVersion[, tbaustoffVersion]) existiert kein Mapping‑Eintrag in der tBaustoff‑Datenbasis.
- Vorgehen: Nutzer wählt manuell ein fachlich passendes tBaustoff‑Produkt aus einer Produktliste (Suche/Filter nach Materialgruppe, Werkstoff, Anwendungsfall). Diese Liste stammt aus der tBaustoff‑Quelle (z. B. separater Katalog‑Endpoint oder bereitgestellter Katalog‑Export). OBD‑Matching‑Felder spielen hier keine Rolle; es zählt die fachliche Eignung.
- Wirkung: Die Berechnung nutzt die EoL‑Kategorie (real, potential, tf) des manuell gewählten Produkts für den Unverbaut‑Pfad (und darauf aufbauend den Verbaut‑Pfad).
- Hinweise/Validierung: Versionen prüfen (gewählte tBaustoff‑Version), Plausibilität dokumentieren (z. B. Begründungstext), optional Gegenprüfung per Fachreview.
-
Override trotz vorhandenem Mapping
- Wann: Ein automatisches Mapping ist vorhanden, soll aber projektspezifisch ersetzt werden (z. B. abweichender Werkstoffstandard, regional anderer EoL‑Korridor, Hersteller‑Spezifikum).
- Vorgehen: Nutzer kann das automatisch gemappte tBaustoff‑Produkt explizit durch ein anderes aus derselben Produktliste ersetzen (gleicher Ablauf wie bei 404: Auswahl → Setzen der EoL‑Kategorie → Weiterrechnen).
- Wirkung: Wie oben – die EoL‑Kategorie des gewählten Produkts ersetzt die Mapping‑Grundlage. Specific‑Szenarien (z. B. S4‑Pflicht) können weiterhin gesetzt werden und haben dort Vorrang.
- Hinweise/Validierung: Override kenntlich machen (UI‑Badge „manuell“), Begründung erfassen, optional Freigabeprozess.
Ablauf (kompakt)
- 404‑Fall: Mapping‑Aufruf → 404 → Produktauswahl öffnen → Produkt P wählen →
eolCategory(P)setzen → Unverbaut/Verbaut berechnen → Ergebnis als „manuell“ markieren. - Override‑Fall: Mapping‑Aufruf → 200 (mit Produkt M) → Nutzer ersetzt M durch P →
eolCategory(P)setzen → Unverbaut/Verbaut berechnen → Ergebnis als „manuell“ markieren.
Prioritäten & Nachvollziehbarkeit
- Reihenfolge der Wirksamkeit: Specific‑Szenario (falls gesetzt) > gewählte/zugeordnete tBaustoff‑EoL‑Kategorie (manuell oder automatisch) > tf‑Gewichtung (nur Unverbaut‑Pfad).
- Audit/Provenienz: Manuelle Auswahl/Overrides mit Flag, Zeitstempel, Benutzer und Begründung speichern; im Reporting ausweisen (z. B. CSV‑Spalten „manuell“, „Quelle“).
Sicherheit & Betrieb:
- Authentifizierung: derzeit nicht erforderlich (öffentlicher Read‑Only‑Endpoint)
- Caching: Antworten per (materialUuid, oebdDbVersion, tbaustoffVersion) cachen; sinnvolle TTL einstellen
- ÖKOBAUDAT und tBaustoff entwickeln sich unabhängig; die API erlaubt die explizite Auswahl der tBaustoff‑Version
- Implementierung: Mapping‑Antworten per (materialUuid, oebdDbVersion, tbaustoffVersion) cachen; bei Versionswechsel invalidieren
- Fallback: Wenn
tbaustoffVersionnicht angegeben ist, sollte die Implementierung die projektweit konfigurierte bzw. aktuelle stabile Version verwenden (Policy abhängig vom Deployment)
Diese Referenztabellen bündeln alle für die Implementierung erforderlichen, stabilen Zuordnungen. Sie dienen als maschinenlesbare Grundlage für Mappings (Szenario → Punkte), die Ableitung von Klassen (Punkte → A–J) sowie die bereichsabhängigen Abzüge (S1–S3) und den Sonderfall S4.
Hinweise zur Anwendung:
- Verbindlich und deterministisch: Werte nicht interpretieren oder anpassen.
- Einheitliche Codes verwenden: Szenarien (
WV,CL_PLUS, …), Klassen (A–J). - Nutzen Sie diese Tabellen konsistent in Backend‑Enums/Lookups und verweisen Sie im UI auf die fachlichen Labels.
- Versionierung: Tabellen sind an die tBaustoff‑Datenversion gebunden; bei Versionswechsel neu einlesen. Die API‑Antwort enthält
metadata.tbaustoffVersion. - S4‑Sonderfall: Keine Abzüge; Specific‑Szenario ist verpflichtend, Punkte direkt aus Szenario (siehe 3.x.4).
| Szenario | Code | Punkte | Klasse | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
| WV | WV |
140 | A | Höchste Kreislauffähigkeit (Wiederverwendung) |
| CL+ | CL_PLUS |
100 | B | Closed Loop positiv |
| CL- | CL_MINUS |
80 | C | Closed Loop negativ |
| RC+ | RC_PLUS |
80 | C | Wiederverwendung/Recycling positiv |
| RC- | RC_MINUS |
60 | D | Wiederverwendung/Recycling negativ |
| SV | SV |
20 | E | Einfache Verwertung |
| EV+ | EV_PLUS |
20 | E | Energetische Verwertung positiv |
| EV- | EV_MINUS |
-20 | F | Energetische Verwertung negativ |
| DEP+ | DEP_PLUS |
-20 | F | Deponierung positiv |
| DEP- | DEP_MINUS |
-60 | G | Deponierung negativ |
| EB | EB |
-60 | G | Energiebilanz (niedrigste Kreislauffähigkeit) |
| Klasse | Punkte | Beschreibung | Farbcode | Vorschau |
|---|---|---|---|---|
| A | 140 | Ausgezeichnete Kreislauffähigkeit | #2B663B | |
| B | 100 | Gute Kreislauffähigkeit | #479657 | |
| C | 80 | Mittlere Kreislauffähigkeit | #B1D878 | |
| C/D | 70 | Gut–mittlere Kreislauffähigkeit | #DDEE97 | |
| D | 60 | Begrenzte Kreislauffähigkeit | #FFFFC6 | |
| D/E | 40 | Begrenzt–basale Kreislauffähigkeit | #F9E196 | |
| E | 20 | Basale Kreislauffähigkeit | #F2B26E | |
| E/F | 0 | Basal–schlechte Kreislauffähigkeit | #E3754F | |
| F | -20 | Schlechte Kreislauffähigkeit | #C64032 | |
| F/G | -40 | Schlecht–sehr schlecht | #A43A45 | |
| G | -60 | Sehr schlechte Kreislauffähigkeit | #7E0C19 | |
| H | -80 | Extrem schlechte Kreislauffähigkeit | #7E0C19 | |
| I | -100 | Extrem schlechte Kreislauffähigkeit | #7E0C19 | |
| J | -140 | Extrem schlechte Kreislauffähigkeit | #7E0C19 |
| EoL‑Punkte‑Bereich | S0/S1 | S2 | S3 | S4 |
|---|---|---|---|---|
| 120–105 | 0 | 0 | 0 | Manuell |
| 105–95 | 0 | -5 | -20 | Manuell |
| 95–85 | 0 | -5 | -20 | Manuell |
| 85–75 | 0 | -5 | -20 | Manuell |
| 75–65 | 0 | -5 | -20 | Manuell |
| 65–50 | 0 | -10 | -20 | Manuell |
| 50–30 | 0 | -10 | -20 | Manuell |
| 30–10 | 0 | -10 | -20 | Manuell |
| 10–(−10) | 0 | -10 | -20 | Manuell |
| (−10)–(−30) | 0 | 0 | -20 | Manuell |
| (−30)–(−50) | 0 | 0 | -10 | Manuell |
| (−50)–(−60) | 0 | 0 | 0 | Manuell |
- S4 kennzeichnet eine schwere Unverträglichkeit. In diesem Fall ist ein spezifisches EoL‑Szenario verpflichtend; Punkte werden direkt aus diesem Szenario abgeleitet (keine tf‑Gewichtung).
- Beispiel: Specific = CL+ → Punkte = 100 → Klasse B.
Das Kreislaufinventar bewertet die Vollständigkeit der Material‑Dokumentation. Die Punktevergabe folgt dem Alles‑oder‑Nichts‑Prinzip: entweder das Inventar existiert vollständig, dann gibt es die volle maximale Punktzahl von 25 - ansonsten gibt es 0 Punkte. Dies ist unabhängig von EoL‑Berechnungen - EoL‑Spalten können mitgeführt werden, dienen aber primär der Nachvollziehbarkeit.
- Was: Beispiel‑CSV, typische Fehler (fehlende Zuordnung, Null‑Volumen).
- Warum: Hilft bei QS und Onboarding.
| Material_ID | Material_Name | Menge | Einheit | Bauteil | OeBD_Material_UUID | OeBD_Version | EoL_Klasse |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| MAT-001 | Beton C25/30 | 12.5 | m³ | Fundament | f63ac879-fa7d-4f91-813e-e816cbdf1927 | 2024-II | C |
| MAT-002 | Stahl S235 | 2.3 | t | Tragwerk | 9b1b2d34-aaaa-4bcd-bbbb-1234567890ab | 2024-II | A |